Sonderbauten

Der Outdoor-Design Holzexperte gibt Hinweise für den Einsatz von Holz im Außenbereich:.



Holzböden und andere Sonderbauten im Außenbereich unterliegen extremen Belastungen.

Richtig und fachgerecht verlegt, kann Holz praktisch alle notwendigen Anforderungen erfüllen. Als Fachbetrieb für den Garten- und Landschaftsbau planen und erstellen wir für unsere Kunden die unterschiedlichsten Sonderbauten im Holzbau. – Wir informieren Sie auch über die beliebten Bangkirai-Hölzer.

Das sollte jeder Gartenbesitzer wissen:

  • Bodenfeuchte und Regen führen zu hoher Holzfeuchtigkeit
  • Sonne, Hagel und Schuhe strapazieren die Oberfläche
  • Unterschiede von Temperatur und Feuchte führen zu hohen Spannungen
  • Liegend montiertes Holz (Böden) ist weit mehr beansprucht als Holz an vertikalen Flächen

Gute Montage – Erdkontakt muss vermieden werden:

  • Steinunterlagen, Betonriegel, Stahlfüße ergeben den notwendigen Abstand.
  • Die Unterkonstruktion muss mindestens gleichwertige Eigenschaften aufweisen wie der Boden.
  • Der ideale Lattenabstand beträgt max. 50 cm (Stärke 26 mm). Direkte Auflage ist zu vermeiden.

Gute Durchlüftung ist absolut erforderlich:

  • Stumpf gehobelte Riemen, montiert mit ca. 8 mm Abstand, sind vorzuziehen. (Breiten 80–120 mm).
  • Schmutz/Grünbelag muss entfernt werden, er wirkt sonst als Wasserspeicher und Nährboden für Pilzbefall.

Auf korrekte Befestigung ist zu achten:

  • Viele widerstandsfähige Hölzer sind auch „wilde“ Hölzer, die zu starken Verwerfungen tendieren. Durchgehende Verschraubung von oben ist vorteilhaft.
  • Viele widerstandsfähige Hölzer haben Inhaltsstoffe, die beim Einsatz berücksichtigt werden müssen. Eine Verschraubung mit Edelstahl ist zwingend. Harthölzer müssen vorgebohrt werden, bei Weichhölzern ist es zu empfehlen.

Gute Holzauswahl – Gängige Hölzer mit hoher Witterungsfestigkeit und Widerstand gegen Pilze und Insekten:

  • Douglasie,europ. – gute Verfügbarkeit z.T. grosse Aeste, Weichholz
  • Eiche (nur Weiß-Eiche) – hohe Verfügbarkeit Austritt von Gerbsäure
  • Kastanie – bedingt auch für Erdkontakt Austritt von Gerbsäure
  • Kiefer, Tanne – ruhiges Holz Druckimprägnierung notwendig
  • Lärche – gute Verfügbarkeit Austritt von Harz, meist astig
  • Rot-Zeder – ruhiges Holz, harzfrei sehr weich

Viele Tropenhölzer sind sehr widerstandsfähig. Es ist aber abzuklären, ob die Hölzer aus Raubbau
stammen oder nicht. Der Preis ist leicht ansteigend, die Verfügbarkeit ungewiss.

Eine Behandlung kann die Widerstandsfähigkeit erhöhen
Normale Imprägnierungen dringen nur wenig in das Holz ein und geben wenig Schutz.
Oberflächenbehandlungen werden durch Bewitterung und Begehung abgebaut.
Druckimprägnierungen sind wirksam, aber nicht sehr ökologisch (Kiefer)
Thermische Behandlung ist vielversprechend, die Langzeiterfahrung fehlt leider noch.

Einschnittart des Holzes beachten
Holz mit liegenden Jahrringen wirft sich mehr und ist allfälliger auf Trockenrisse, es sollten daher
nur Riemen bis 12 cm zur Anwendung kommen.
Mittengetrenntes Holz ist zu empfehlen, die Äste sind aber entsprechend größer.
Die Schutzmarke FSC EMBED CorelPhotoPaint.Image.10
Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine weltweit anerkannte, internationale sowie regierungsunabhängige gemeinnützige Organisation, mit dem Ziel, eine nachhaltige Entwicklung der Wälder durch umweltgerechte, sozial verträgliche und wirtschaftlich tragfähige Bewirtschaftung zu fördern.

Baustoff Brettschichtholz
Unter Brettschichtholz (kurz BSH) versteht man aus mindestens 3 Brettlagen und in gleicher Faserrichtung verleimte Hölzer. Sie werden vorwiegend im  Ingenieurholzbau, und bei hoher statischer Beanspruchung verwendet. Binder aus Brettschichtholz werden als Brettschichtbinder oder Leimbinder bezeichnet. Es sind technisch getrocknete Holzbretter, durch Keilzinkung zu langen Lamellen zusammengefügt und in Schichten fest miteinander verklebt, die in nahezu jeder Form und beliebiger Größe hergestellt werden können. BSH-Holz hat hervorragende Materialeigenschaften, ein geringes Eigengewicht, ist daher günstig zu transportieren und wird aus einem natürlichen, nachwachsenden Rohstoff hergestellt.

Die Herstellung von Brettschnittholz
Holzbretter werden technisch getrocknet, gehobelt und dann der Länge nach mittels Keilzinkung zu sogenannten Lamellen verbunden. Diese Brettlamellen werden danach zu Kantholz. Kanthölzern verschiedener Dimensionen verleimt und abschließend nochmals gehobelt. Für die Herstellung wird Massivholz verwendet. In der Regel wird ein Brettschichtholz immer aus einer Holzart hergestellt. Es finden meist Fichten-, Tannen-, Kiefer-, Lärchen- oder Douglasienhölzer Verwendung. Andere Nadelhölzer sind eher unüblich. Laubhölzer werden mit Ausnahme der in Frankreich üblichen Pappel für tragende Zwecke derzeit kaum eingesetzt, da sie in den meisten europäischen Ländern baurechtlich nicht zulässig sind. Untersuchungen mit  Eichen” Eichen- und Buchenholz zeigen aber die grundsätzliche Eignung bei Beachtung der Randbedingung für die Herstellung und den Einsatz.

Die Klebeverbindungen von BSH müssen mit besonderer Sorgfalt hergestellt werden. Die Hersteller geklebter Produkte müssen eine „Leimgenehmigung” (Nachweis der Eignung tragender Holzbauteile) besitzen, die dem „Schweißnachweis“ im Stahlbau vergleichbar ist. Voraussetzungen sind unter anderem geeignete und beheizbare Herstellungsräume sowie Fachpersonal und umfassende Erfahrungen im Bereich des Klebens. Die BSH-Produkte werden einer ständigen Eigenüberwachung und einer regelmäßigen Fremdüberwachung unterworfen.

Die Klebstofffugen sind sehr dünn und der Klebstoffanteil am fertigen Produkt beträgt weniger als 1 Prozent. Es müssen geprüfte Klebstoffe verwendet werden, die der ÖNORM EN 301 entsprechen. Eingesetzt werden üblicherweise Polykondensationsklebstoffe wie Melaminharz- und Phenol-Resorcinharzklebstoffe, die auch als Leime bezeichnet werden, sowie Polyurethanklebstoffe aus der Gruppe der Polyadditionsklebstoffe. Nur Polyurethan-Klebstoffe sind formaldehydfrei; die modifizierten Melaminharze und Phenol-Resorcinharze enthalten Formaldehyd. Wegen des geringen Fugenanteils und da besonders formaldehydarme Klebstoffe eingesetzt werden, liegen deren zu erwartenden Raumluftkonzentrationen jedoch deutlich unterhalb der Grenzwerte der Formaldehydrichtlinie.
In der Praxis werden für die Keilzinkenverbindungen üblicherweise modifizierte Melaminharze verwendet, und für die Verleimung der Lamellen Polyurethan-Klebstoffe.
Die Herstellung erfolgt in verschiedenen Qualitäten sowohl in optischer wie auch in statischer Hinsicht.
Es wird im allgemeinen gerade Standardware hergestellt. Mit Brettschichtholz lassen sich allerdings auch verschiedenste auch mehrachsial gebogene Holzteile herstellen.
Abschnitt bearbeiten: Qualitäten
Statisch wird das BSH nach der neuen DIN 1052 (Dezember 2008) in die Klassen GL24h, GL24c, GL28h, GL28c, GL32h, GL32c, GL36h und GL36c eingeteilt.
Da Brettschichtholz aus getrocknetem Holz hergestellt wird und mehrschichtig aufgebaut ist, findet Rissbildung in erheblich geringerem Maße als bei Vollholz statt. Somit eignen sich Leimbinder hervorragend für offene Dachkonstruktionen in Wohnhäusern oder für andere Zwecke, bei denen die unvermeidliche Rissbildung von Vollholz unerwünscht ist.
Da die Festigkeit von Holz im Gegensatz zu der des Stahls nicht von der Temperatur abhängt und das Holz im Brandfall langsam von außen her abbrennt, wobei es an der Oberfläche eine schützende Kohleschicht bildet, kann die Tragfähigkeit gegebenenfalls länger erhalten bleiben als z.B. bei Stahlträgern.
Da Brettschichtholz aus vorsortierten und von Fehlstellen befreiten Hölzern gefertigt werden, lassen sich Tragfähigkeiten erreichen, die mit Vollholz des gleichen Querschnittes nicht erreichbar sind.
Es sind größere Querschnitte möglich als beim Vollholz, Einschränkungen bei den Abmessungen von BSH bestehen lediglich in der Größe der Hobelmaschinen, der Produktionsräume oder aus architektonischen Gründen.
Die Möglichkeit, die Einzellamellen vor der Verleimung zu krümmen, erlaubt die Fertigung von ansprechenden Trägerformen. Neben den Trägern mit einfacher Krümmung sind auch doppelt gekrümmte und tordierte Formen möglich.
Im Vergleich mit Stahl- und Spannbetonkonstruktionen bietet BSH bei ähnlichem Preis (bezogen auf die Tragfähigkeit) Vorteile in Bezug auf Gewicht und chemische Widerstandsfähigkeit, der Nachteil liegt im Vergleich zu Stahl ist der geringere Widerstand gegen wechselnde Feuchte.