Teichbepflanzung

Unabhängig von der Bauweise nimmt ein Schwimm- und Gartenteich erst nach der Bepflanzung der Innen- und Außenflächen seine endgültige Gestalt an.

Die Teichbepflanzung ist ein wichtiger Bestandteil des Schwimm- und allgemeinen Gartenteiches. Sie übernehmen eine Vielzahl von Aufgaben Sie binden Nährstoffe, durchwurzeln den Wurzelraum und fördern somit eine bessere Durchlüftung des Bodenfilters. Sie sind Sauerstoff- und Kohlenwasserstofflieferanten, bieten Lebensraum für Tiere und vor allem dienen sie der Beschattung der Wasserflächen. Pflanzentragen maßgeblich zum biologischen Gleichgewicht und zu einem gut funktionierenden Wassersystem bei.

 

Um optimale Pflanzergebnisse und möglichst schnell eine dichte Abdeckung der Wasseroberfläche zu erreichen, ist eine Stückzahl von mindestens 6 bis 8 Pflanzen / m² ratsam. Dabei sollte auf Pflanzgefäße grundsätzlich verzichtet werden. In einem Schwimmteich kann es aber in der Pflanzzone aus biologischer Sicht kein „Zuviel“ geben. Nur die gestalterischen Argumente können eine Grenze setzen. – In jedem Teich entwickelt sich der Nährstoffeintrag individuell und ist abhängig von Standort, Umgebung, Beschattung und von der Badefrequenz. Aber auch der betriebene Aufwand für die Pflege sowie die verschiedenen Einbaumaterialien spielen eine Rolle. Durch eine breit gefächerte Pflanzenwahl können sich die Pflanzen entsprechend ihren Ansprüchen durchsetzen. In der ersten Zeit nach der Wasserfüllung finden in Schwimmteichen bedeutende Veränderungen statt. So kann im Anfangsstadium durchaus ein Nährstoffüberangebot bestehen. Stark zehrende Pflanzen wie Wasserpest (Elodea) übernehmen in dieser Phase ihre Aufgabe und können sich ausbreiten. Mit zunehmender Abmagerung des Wassers werden sie sich im Teich kaum mehr halten können. Selbst das viel gerühmte Hornkraut (Ceratophyllum) hat Mühe, bei Stickstoffmangel zu wachsen. Eine hohe Nährstofftoleranz haben die verschiedenen Laichkäuter (Potamogeton), Wasserhahnenfuss (Ranunculus) und das Tausendblatt ( Myriophyllum). Sie alle können sich auch bei mageren Bedingungen gut halten und ausbreiten. – Eine breite Pflanzenauswahl von mindestens 30 bis 35 verschiedenen Arten ermöglicht eine natürliche Selektion. Wichtig ist, nicht nur nährstoffzehrende Wasserpflanzen einzusetzen, sondern auch Pflanzen, die mit wenig Nährstoffen auskommen. Dies sind Fieberklee /Menyanthes), Blutauge (Potentilla), Wollgras (Eriophorum) oder Schneidebinse (Cladium). Sie alle können sich gut in magerem Wasser behaupten und helfen mit, das Wasser zu beschatten und verbleibende Nährstoffe zu entziehen. – Stark zehrende Pflanzen wie Seerosen oder Hechtkraut müssen bei Nährstoffmangel punktuell gedüngt werden. – Gedüngt wird ab April, wenn das Pflanzenwachstum einsetzt und bei Bedarf kann dieser Vorgang auch wiederholt werden. (Quelle: Lehnert Erb AG )